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Willkommen in der
Dieselwelt Auf dieser
Seite finden Sie alles zum Thema Diesel.
Diesel
entsteht, vereinfacht gesagt, durch Destillation von Rohöl. Der Name
"Diesel" ist vom Erfinder des Dieselmotors, Rudolf Diesel,
abgeleitet. Dem Vernehmen nach arbeitete schon Rudolf Diesel an einem
Biodieselverfahren, konnte aber durch seinen plötzlich eingetretenen Tod
diese Technologie nicht weiter verfolgen. Der Dieselmotor komprimiert die angesaugte oder mit einem Turbolader schon verdichtete Luft und spritzt über Einspritzdüsen den Dieselkraftstoff fein zerstäubt in die Brennkammer. Dabei entzündet sich das Luft-Diesel Gemisch selber. Der Dieselmotor ist also ein Selbstzünder und verfügt über keine Zündkerzen wie der Ottomotor. Läuft der Dieselmotor einmal, kann er auch nur mehr durch Absperren der Diesel- oder Luftzufuhr gestoppt werden. Eigenschaften: Diesel hat
einen Flammpunkt von über 55°C (bei
dieser Temperatur bilden sich an der Oberfläche entzündbare Gase). Es ist
eine fast farblose, klare Flüssigkeit mit charakteristischem Geruch. Die
Dichte beträgt zwischen 820–845
Kilogramm pro Kubikmeter; somit schwimmt Diesel auf der Wasseroberfläche. Das
bedeutet, dass 1000 Liter Diesel ein
Gewicht von 820–845
Kilo haben. Je größer die Dichte ist, umso mehr "Stoff" bekommt der Motor. Je höher die Temperatur, um so mehr geht die Dichte zurück! Die angegebene Dichte betrifft Diesel mit einer Temperatur von 15°C. Diese Temperatur ist die Bezugsgröße der Großhändler untereinander. Liter ist ein Hohlmaß; da sich der Diesel aber bei Wärme stark ausdehnt, wird bei höherer oder niedrigerer Temperatur auf 15°C zurück gerechnet. Das kann, je nach Position günstiger oder schlechter sein, im Jahresschnitt sind aber die 15°C gerecht (sonst hätte keine Einigung auf diesen Wert zustande kommen können). Für den Autofahrer als Tankkunden sind diese Berechnungen unerheblich! Er bekommt einen Liter, egal welche Temperatur der Diesel hat. Üblicherweise ist in Erdtanks, wie sie die meisten Tankstellen haben, eine konstante Temperatur gegeben. Aufpassen sollte man im Hochsommer vor frei stehenden Tanks, die womöglich noch schwarz oder dunkel gestrichen sind. Cetanzahl: Diese Zahl gibt Auskunft über die
Zündwilligkeit des Dieselkraftstoffes. Je höher und vor allem schneller der
Diesel zündet, umso besser ist der Wirkungsgrad. Der Mindestwert ist 51; wie viel Cetan
der Dieselkraftstoff wirklich hat, wenn er aus der Raffinerie kommt, ist ein meist
streng gehütetes Geheimnis. Biodiesel: Dem Dieselkraftstoff wird seit
Herbst 2005 immer mehr Biodiesel zugemischt. Biodiesel
wird aus in der Regel pflanzlichen Produkten hergestellt; die bekannteste
Pflanze ist Raps (daher auch der Name Rapsmethylester). Für Biodiesel gibt
es die Norm EN 14214. Biodiesel hat andere Eigenschaften als
Dieselkraftstoff, so ist die Dichte und Flammpunkt höher. Qualität: Im Handel gibt es auch besonderen
Dieselkraftstoff mit Zusätzen, etwa Additiven. Ob die Verwendung dieser
besonderen Dieselkraftstoffe Sinn macht oder nicht, hängt stark von der
Flotte, gefahrenen Kilometern und Einsatzgebiet ab. Worauf Sie beim Tanken achten sollten:
Reinigen Sie den Tankdeckel von
Schmutz und Feuchtigkeit. Verwenden Sie qualitativ hochwertige Tankverschlüsse,
die absperrbar sind. Viele Tanks haben eine eigene
Vorrichtung zur Belüftung, oft mit einem kleinen Luftfilter versehen (z.B.
Volvo FH II) Halten Sie diese Belüftung sauber! Achten Sie darauf, dass das
Zählwerk der Tankstelle auf Null ist. Diesel muss blasenfrei (also ohne Luft)
abgegeben werden! Der Tank sollte nur randvoll gefüllt werden, wenn man nachher auch noch fährt. Diesel expandiert bei Hitze und kann über die Belüftung oder undichte Tankdeckeln austreten. Neben dem Schaden für die Umwelt und eventuellen Rechnungen von Straßenerhaltern ist der ausgelaufene Diesel der teuerste! Machen Sie Aufzeichnungen, wann Sie welche Menge bei welchem Kilometerstand getankt haben. So können Sie so früh wie möglich auf hohen Verbrauch reagieren! Der Treibstoff für Kühlaggregate
und sonstige Motoren sollte separat erfasst werden. |